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9. 7. 2007
 
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  Aktuelle Stiftungsnachrichten  
9. 7. 2007
Borkum-Stiftung unterstützt Watertoorn Börkum e.V. i. G.
Pressemitteilung des Watertoorn Börkum e.V. i. G.

Am 7. 7. 2007 wurde im Toornhus des Heimatvereins der Insel Borkum e. V. der Verein Watertoorn Börkum gegründet. Die Präambel zur Satzung skizziert Hintergrund und Ziele des Vereins:

Der Wasserturm der Insel Borkum wurde 1900 im Zusammenhang mit der Einrichtung des Wasserwerkes der Insel Borkum errichtet. Seit mehr als 50 Jahren wird er nicht mehr verwendet. 1981 verlor er sein ursprünglich dekoratives Aussehen, indem der Turmkopf demontiert wurde. 1983 stellte ihn die Bezirksregierung unter Denkmalschutz. Der Turm ist seit rund 50 Jahren nur beschränkt unterhalten worden und stand der Bevölkerung nie zur Verfügung. Der Turm soll seitens des Eigentümers, der WBB, verkauft werden. Im Falle einer Veräußerung an einen privaten Investor, stünde dieses ortsprägende Baudenkmal der Allgemeinheit nicht mehr zur Verfügung. Der „Watertoorn Börkum e.V.“ hat sich dagegen das Ziel gesetzt, den Wasserturm als Baudenkmal zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen.

Der Verein ist aus der Projektgruppe Watertoorn hervorgegangen, die sich auf Initiative des Vorsitzenden des Heimatvereins der Insel Borkum e. V., Gregor Ulsamer, am 19. 5. 2007 konstituiert hat. Die Projektgruppe hat bereits einen konkreten Plan für die innere und äußere Gestaltung des Turms und ein Nutzungskonzept entwickelt, die in die Vereinssatzung eingegangen sind:

Der Turm soll in sein anspruchsvolles ursprüngliches Äußeres zurückversetzt werden. In dauerhafter Nutzung soll ein Kulturangebot entstehen, das auf den Turm mit seiner Geschichte und auf die Bedeutung des Wassers in unserer Welt zugeschnitten ist.

Ganz im Sinne des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes bieten wir uns an, der Stadt Borkum zu helfen, den Bürgern und auch den Touristen den Turm als Industriedenkmal zurückzugeben, und ihn für Projekte, Ausstellungen und als Museum dauerhaft zu nutzen. Wir wenden uns an die Öffentlichkeit und bitten um Ihre Unterstützung.

Der Vorstand des Watertoorn Börkum e.V. i. G.
Professor Dr. Rainer Fremdling (Vorsitzender), Tel. 04922 923441
E-Mail: fre@zedat.fu-berlin.de
Werner Tapper (Stellvertretender Vorsitzender), Tel. 04922 7836
E-Mail: tapper@online.de

Aufnahmeanträge können über die beiden Vorsitzenden oder beim Kassenwart des Vereins gestellt werden:
Jürgen Müller, Hindenburgstr. 72, 26757 Borkum, Tel. 04922 2663, E-Mail: juemue-borkum@t-online.de

Das Formular erhalten Sie hier:


3.8.2007
Pressemitteilung des Watertoorn Börkum e.V.i.G.
Wasserturmmuseum ohne Wasserturm?

Am 3.8. hielten 19 Mitglieder des am 7.7.2007 gegründeten Vereins Watertoorn Börkum e.V.i.G. von 20.00 bis 21.15 ihre erste Mitgliederversammlung im Toornhus am Alten Leuchtturm ab. Der Verein muss sich sputen, wenn sein Projekt, ein Wassermuseum im herzurichtenden Watertoorn aufzubauen, nicht schon an der ersten Hürde scheitern soll: kein Turmmuseum ohne Turm.

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Werner Tapper umriss die Situation, in der die Stadt Borkum in ihrer Finanznot dem Kreis Leer zugesichert habe, dass die Wirtschaftsbetriebe den Turm zum Verkauf ausschreiben würden. Von den Vereinsmitgliedern wurde der Vorstoß des Watertoorn Börkum e.V.i.G gutgeheißen, sich dabei mit dem Gebot von einem Euro um das Eigentum am Wasserturm zu bewerben. Der Verein hofft, mit seinem für Borkum attraktiven Museumsprojekt potentielle finanzkräftige Privatinvestoren als Konkurrenten um den Turm aus dem Feld schlagen zu können. Ob sich die denkmalgeschützte Erhaltung des Gebäudes auf Dauer mit den einzelwirtschaftlichen Interessen eines Privatinvestors vereinbaren lässt, darf nämlich bezweifelt werden. Dem Privatinvestor räumt das niedersächsische Denkmalschutzgesetz - anders als einer Gebietskörperschaft wie der Gemeinde - das Recht ein, die Erhaltung eines denkmalgeschützten Gebäudes aufzugeben, wenn sie sich als wirtschaftlich schwierig erweist. Da sagt nun der Verein: Vorsicht ist die Mutter des Wasserturms: kein Privatinvestor bitte! Der Verein Watertoorn Börkum e.V. i.G. dagegen wird, wenn er das erstrebte Eigentumsrecht am Turm erhält, das Industriedenkmal authentisch herrichten, erhalten und der Öffentlichkeit als Wassermuseum zugänglich machen. Diese Öffnung des Denkmals für jedermann ist der zweite Trumpf des Vereins, mit dem er potentielle Privatinvestoren auszustechen hofft.

Der Urheber des gesamten Vorhabens, Gregor Ulsamer, erläuterte sein Museumskonzept, das - passend zur ursprünglichen Funktion des Wasserturms - auf das Thema Süßwasser zugeschnitten ist. Während im Erdgeschoss die Borkumer Geschichte der Wasserversorgung und Abwasserwirtschaft dokumentiert und veranschaulicht werden soll, bieten die Exponate im 1. Stock Grundwissen über Wasser und den Wasserkreislauf. Den Abschluss findet die Ausstellung im 2. Stock mit einer zeitlichen und räumlichen Ausweitung auf das brisante Thema: Wasser als weltweit (knappe) Lebenssressource. Mit der Dauerausstellung werden wechselnde Projekte z.B. im Rahmen einer Geschichtswerkstatt einhergehen.

Vorstandsmitglied Jürgen Müller (Kassenwart) erläuterte die baulichen Maßnahmen:
In einer ersten Bauphase sollen im Turminnern die 3 Ausstellungsebenen errichtet werden, die über eine Wendeltreppe - quasi als Turm im Turm – zu erreichen sind. Der teilweise rostige Wassertank darüber soll mit einem Walmdach überstülpt werden, das den Turm vorerst nur abdichtet. Das Museum kann nach dieser ersten Bauphase bereits eingerichtet und betrieben werden. Eine zweite Bauphase, die dem Turm seine ursprüngliche Gestalt mit Turmkopf verleihen soll, muss wegen Geldknappheit vorläufig aufgeschoben werden.

Beim Thema Geld angekommen, übernahm der Vereinsvorsitzende, Rainer Fremdling, die Erläuterung der Finanzplanung: dem Investitionsrahmen der ersten Bauphase einschließlich der Ausstattung des Museums und der Gestaltung der Außenanlagen (Pflasterung) steht ein Finanzierungsplan gleichen Volumens gegenüber, der sich zusammensetzt aus Fördermitteln von Stiftungen und öffentlichen Fonds und natürlich aus Eigenmitteln des Vereins. Hier betonte der Vorsitzende, dass es sich dabei nicht nur um Beiträge und Spenden, sondern vor allem auch um Personalressourcen handelt. Die geld-werte Mitarbeit und Expertise, die viele Mitglieder für den Turm und das Museum einbringen, ist ein Pfund, mit dem der Verein wuchern kann, wenn es gilt, im Matching-Verfahren öffentliche Fördermittel anzuziehen.
Der rasch wachsende Verein Watertoorn Börkum e.V. i.G. wirbt für sein Wassermuseum im Watertoorn, damit die Politiker der Stadt und des Kreises ihr vielfach bekundetes Wohlwollen in tatkräftige Unterstützung umsetzen: Gebt dem Verein den Turm!

Barbara Fremdling
Schriftführerin Watertoorn Borkum e.V. i.G.

Auf dem Foto: Der Vorstand des Vereins. Links: Werner Tapper und Jürgen Müller. Rechts: Rainer und Barbara Fremdling

Die wirtschaftliche Bedeutung des Heimatmuseums, des Großen und des Alten Leuchtturms sowie
des geplanten Wasserturmmuseums für die Insel Borkum. Lesen Sie hier eine Kosten/Nutzen-Analyse: